Was anziehen beim Fotoshooting? Outfit-Guide

Veröffentlicht am 17. Juli 2026, aktualisiert am 4. September 2026
Was anziehen beim Fotoshooting? Outfit-Guide

Die kurze Antwort auf „was ziehe ich zum Fotoshooting an“: einfarbige Basis, Struktur im Stoff und ein Schnitt, der sitzt. Danach kommen drei fertige Formeln und die Auswahl nach Location. Ich fotografiere in Berlin, die Pakete sind fest: 135, 200 und 300 €, von 1 bis 3,5 Stunden Shooting. Und die wichtigste Regel: Es funktioniert, worin du dich wie du selbst fühlst und nicht wie verkleidet. Unbequeme Kleidung macht dich verkrampft, und das kaschiert keine Retusche.

Was funktioniert im Bild?

  1. Einfarbige Sachen und ruhige Farben. Beige, Weiß, Grau, tiefes Blau, Bordeaux, Schokolade. Sie konkurrieren nicht mit deinem Gesicht, sondern setzen es in Szene.
  2. Struktur im Stoff. Strick, Leinen, Seide, Denim, Leder. Struktur gibt dem Bild Tiefe, auch bei der schlichtesten Silhouette.
  3. Ein Schnitt, der sitzt. Nicht eng und nicht wie ein Sack: ein Teil, das wirklich sitzt, macht mehr her als ein Teil, das „schlank macht“.
  4. Stoff in Bewegung. Ein langer Rock, ein Kleid, ein weites Hemd. Alles, was fliegt und weht, macht das Bild lebendig, ganz ohne Pose.
  5. Schichten. Ein Blazer über dem Top, ein Hemd über den Schultern. Schichten geben deinen Händen eine Aufgabe und lassen dich das Outfit direkt im Shooting wechseln.

Was ruiniert ein Foto?

  1. Kleine bunte Muster. Sie flimmern und ziehen die ganze Aufmerksamkeit vom Gesicht weg.
  2. Große Logos und Schriftzüge. Das Bild wird zur Werbung für eine fremde Marke.
  3. Neonfarben. Sie werfen farbige Reflexe auf die Haut, das Gesicht wird grün und rot.
  4. Knitterfalten im Stoff. Auf dem Foto fallen sie stärker auf als im Spiegel. Bügeln am Abend vorher ist Pflicht.
  5. Alles Unbequeme. Es kratzt, drückt, rutscht: dein Körper beschäftigt sich damit und nicht mit dem Shooting.

So baust du ein Outfit: 3 Formeln, die funktionieren

1. Basis + Struktur + Akzent. Eine einfarbige Basis (Top und Hose, ein Slipkleid), eine Schicht mit Struktur (Strickjacke, Lederjacke), ein Akzent (Ohrringe, Tuch, Lippenstift). Funktioniert in der Stadt und im Studio.

2. Kleid + Bewegung. Ein Kleid aus fließendem Stoff und sonst nichts. Wind, ein Schritt, eine Drehung: die Hälfte der Bilder macht der Stoff von allein.

3. Wie im Alltag, nur durchdacht. Dein gewohnter Stil, befreit vom Zufälligen: dieselbe Jeans, aber die beste, derselbe Pullover, aber ohne Knötchen. Für Shootings, auf denen du „du selbst“ sein willst, ist das die ehrlichste Formel.

Nimm 2-3 Outfits mit unterschiedlicher Stimmung mit, nicht einfach mit unterschiedlicher Kleidung: ruhig, lebendig, mutig. Ein Wechsel der Stimmung verändert die Bilder stärker als ein Wechsel der Jacke, dazu mein Guide wie du posierst, wenn du dich unwohl fühlst. Wenn du nicht weißt, mit welcher Formel du anfangen sollst, geh von deinem Archetyp im Bild aus: der Unschuldige, die Geliebte, der Herrscher, der Krieger, der Schöpfer oder der Weise. Der Charakter des Archetyps sagt dir schon von selbst, was du zuerst nimmst, die Basis mit Struktur oder das Kleid in Bewegung: Archetypen in der Fotografie.

Wie viel Zeit hast du zum Umziehen?

Die Dauer des Shootings ist im Paket festgelegt: 135 € sind 1-1,5 Stunden, 200 € sind 2-2,5 Stunden, 300 € sind 3-3,5 Stunden. Je länger das Shooting, desto ruhiger wechseln die Outfits: bei einem kurzen nimmt man meist ein durchdachtes, bei einem langen lohnt es sich, die Outfits auf die Locations zu verteilen. Wie viel bei dir drin ist, rechnen wir im Videocall aus: das hängt von der Location ab, vom Wetter und davon, wie schnell du dich umziehst.

Wie wählst du das Outfit zur Location?

Outfit und Ort sollen dasselbe erzählen und nicht gegeneinander arbeiten. Ein helles, fließendes Kleid geht vor Beton und Graffiti unter, ein strenger Anzug vor einem blühenden Park wirkt wie ein zufälliger Gast im fremden Bild. Wenn wir in den Park oder ans Wasser gehen, nehme ich natürliche Töne und natürliche Stoffe, wenn wir in der Stadt zwischen Architektur fotografieren, funktioniert auch eine mutigere Silhouette. Locations nach Jahreszeit im Detail: die besten Orte für ein Fotoshooting in Berlin.

Was anziehen, wenn wir im Winter in Berlin fotografieren?

Im Winter ist es in Berlin nur kurz hell und das Licht ist früh weg, deshalb muss die Kleidung zwei Aufgaben lösen: das Bild und die Kälte. Schichten lösen beides: eine dünne Basis darunter, die obere Schicht ziehen wir für ein paar Minuten direkt vor der Kamera aus. Daunenjacke und Mütze bleiben bis zur letzten Sekunde griffbereit und werden sofort nach dem Bild wieder angezogen, nicht vorher. Für Hände und Hals nimm etwas Warmes als Reserve mit, fingerlose Handschuhe oder ein Tuch: sie wärmen zwischen den Bildern und werden selbst Teil des Outfits.

Du weißt nicht, was du anziehen sollst? Das ist normal

Tipps zum Kleiderschrank gehören zur Vorbereitung auf jedes meiner Shootings: im Videocall gehen wir deinen Schrank für deine Aufgabe durch, bauen Outfits aus dem, was schon da ist, und wenn nötig habe ich Teile fürs Shooting da. Einen Koffer „für alle Fälle“ musst du nicht schleppen.

Du willst weiter gehen: Outfit und Posing zusammen

Die Kleidung macht die halbe Arbeit, die andere Hälfte ist, wie du darin stehst und dich bewegst. Wenn du das gründlich verstehen willst und nicht nur für ein Shooting, gibt es den Posing-Kurs: 6 Termine in 6 Wochen, in der Gruppe, in Berlin, mit einem Minishooting bei jedem Termin und Hausaufgaben. Programm und Anmeldung: Posing-Kurs.

häufige Fragen

Häufige Fragen

Wie viele Outfits schaffen wir in einem Shooting?

Das hängt von der Dauer deines Pakets ab: 1-1,5 Stunden, 2-2,5 oder 3-3,5. Die allgemeine Regel: lieber ein durchdachtes Outfit als zwei in Eile. Die genaue Zahl klären wir im Videocall, wenn die Location feststeht.

Geht Schwarz?

Ja. Schwarz funktioniert sehr gut, wenn es Struktur hat: Strick, Leder, Seide. Ein flaches schwarzes Baumwollshirt schluckt dagegen das Volumen.

Und Weiß?

Ja, Weiß mag Licht und Haut. Ein Detail: dünner weißer Stoff kann durchscheinen, nimm nudefarbene Unterwäsche mit.

Absätze oder bequeme Schuhe?

Beides. Absätze für die Bilder, bequeme Schuhe für die Wege. In der Tasche wiegen sie weniger als eine Blase in deiner Laune.

Was, wenn mir nichts aus meinem Schrank „fotogen“ vorkommt?

Dieses Gefühl ist häufig und fast immer falsch. Schick vor dem Videocall ein paar Fotos deiner gewohnten Sachen, ich sage dir, was funktioniert und was wir ergänzen oder durch Teile aus meinem Fundus ersetzen. Ein teurer Kleiderschrank bedeutet nicht automatisch ein gutes Bild: meistens entscheiden Schnitt und Farbe, nicht der Preis.

Tipps zum Kleiderschrank gehören zu jedem meiner Shootings: im Videocall gehen wir deinen Schrank gemeinsam durch.

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Anastasia · ANPH

Fotografin in Berlin, Autorin des Posing-Kurses „6 Facetten von dir“. Ich helfe Frauen, sich vor der Kamera lebendig und echt zu sehen. Mehr über mich