Wie du dich auf ein Boudoir-Shooting vorbereitest

Veröffentlicht am 4. September 2026
Wie du dich auf ein Boudoir-Shooting vorbereitest

Die Vorbereitung auf ein Boudoir-Shooting dauert etwa eine Woche, und der größte Teil davon besteht nicht aus Pflege, sondern aus Entscheidungen: was du zeigen willst, in welchen Dessous und wo. Technische Regeln gibt es nur wenige, und die wichtigste davon: zwei Stunden vor dem Shooting keine Unterwäsche tragen, die Abdrücke hinterlässt. Der Rest der Reihe nach.

Eine Woche vorher: das Format festlegen

Die wichtigste Entscheidung fällt nicht am Tag des Shootings. Im Videocall sprechen wir über den Grad der Offenheit, und der steht vorher fest. Den Unterschied zwischen Boudoir und leichtem Akt erkläre ich separat im Beitrag Boudoir und leichter Akt: der Unterschied.

Eine Regel, die du im Kopf behalten solltest: wähle den Grad, bei dem du in den ersten Bildern ruhig bleibst. Offener werden geht mitten im Shooting leicht, sich zurücknehmen ist psychologisch schwer.

Eine Woche vorher: Outfits zusammenstellen

Meist reichen 2-3 Sets. Das funktioniert:

  • Dessous, in denen du dich schon sicher fühlst, nicht die, die du gestern extra für das Shooting gekauft hast
  • Ein Hemd aus Seide oder Baumwolle, ein Männerhemd passt auch
  • Ein langes Nachthemd oder ein Morgenmantel: die geschlossene Variante, die im Bild sehr weich wirkt
  • Ein Grobstrickpullover auf der nackten Haut
  • Stoff ohne Form: ein Bettlaken, eine Decke, schwere Seide

Zarte und helle Töne wirken in diesem Genre ruhiger als starke Farben: Farbe lenkt die Aufmerksamkeit vom Zustand auf die Kleidung. Schwarze Dessous funktionieren, brauchen aber härteres Licht, das besprechen wir besser im Videocall.

Was fast immer stört: Sachen, die zu eng sitzen, harte Bügel, breite Gummibänder. Sie hinterlassen nicht nur Abdrücke, sie lassen dich auch nicht frei atmen, und beim Boudoir-Shooting sieht man den Atem im Bild.

3 bis 5 Tage vorher: die Haut

Die Haut sollte nicht schuppen, denn in Nahaufnahmen sieht man das, und wegbekommen lässt sich das nur mit Retusche. Und Retusche ist in diesen Paketen knapp bemessen (5, 10 oder 20 Bilder, je nach Paket). Peeling und Feuchtigkeitspflege lieber ein paar Tage vorher als am Abend davor: eine frische Reizung sieht im Bild schlechter aus als Trockenheit.

Alles Neue (chemisches Peeling, Injektionen, eine neue Creme) machen wir früher, nicht in der letzten Woche vor dem Shooting. Die Regel ist dieselbe wie für ein normales Fotoshooting: keine Experimente mit dem Aussehen in den letzten Tagen. Den allgemeinen Plan Tag für Tag, der für jedes Shooting passt, findest du in der Checkliste wie du dich auf ein Fotoshooting vorbereitest.

Am Tag davor: Schlaf und Essen

Normal schlafen ist wichtiger als jede Pflege: Schwellungen und Augenringe sieht man stärker als den Zustand der Haut. Iss am Abend davor nicht zu viel und direkt vor dem Shooting nichts Salziges: die Schwellung fällt auf den Bildern am Morgen auf.

Am Tag des Shootings: Wäsche und Abdrücke

Der wichtigste technische Punkt in diesem Genre. Gummibänder und Träger hinterlassen Streifen auf der Haut, die 30 Minuten bis zwei Stunden halten. Zwei Varianten funktionieren:

  1. Komm schon in dem an, was wir als erstes Outfit fotografieren.
  2. Komm in weiter Kleidung ohne feste Gummibänder und zieh dich vor Ort um.

Beide funktionieren. Was nicht funktioniert, ist die dritte Variante: in enger Unterwäsche ankommen und sich eine Minute vor dem ersten Bild umziehen.

Am Tag des Shootings: Make-up

Wie viel Make-up sinnvoll ist, hängt vom Licht ab. Bei Tageslicht wirkt Make-up natürlich, du musst nichts verstärken. Wenn die Fotografin mit Blitz arbeitet, überstrahlt das Licht das Gesicht und das Make-up verschwindet optisch, deshalb macht man es etwas dichter als sonst. Frag vorher nach, bei welchem Licht ihr fotografiert, und sag es deiner Visagistin, falls du eine hast.

Haare: lieber am Abend davor waschen als am Tag des Shootings. Frisch gewaschene Haare halten die Form schlechter.

Was du mitbringst

  • alle ausgewählten Outfits, auch die, bei denen du dir unsicher bist
  • nahtlose Wäsche in Hautfarbe zum Wechseln
  • Bürste, etwas für die Haare, Taschentücher
  • Wasser
  • das, was dich entspannt: deine Playlist zum Beispiel. Im Shooting läuft sie, ohne Rückfragen

Was du gegen die Scham tun kannst

Scham vor einem Boudoir-Shooting ist normal und kein Zeichen, dass das Format nicht zu dir passt. Sie geht mit zwei Dingen weg: mit einer klaren Aufgabe für den Körper und mit Zeit.

Zur Aufgabe: ich sage dir während des Shootings, wohin du schaust, was die Hände machen, wo du ausatmest. Du musst keine Posen vorbereiten. Zum Thema Zeit: wir fangen mit dem Einfachsten an, und die Verspannung löst sich im Laufe des Shootings meist von selbst. Atem und Bewegung im Detail im Beitrag wie du vor der Kamera locker wirst.

Und eine Frage, die du vor dem Shooting klären solltest, damit sie während des Shootings nicht im Weg steht: die Bilder siehst nur du. Kein Foto geht ins Portfolio oder in soziale Netzwerke ohne deine separate Zustimmung zu den konkreten Bildern.

Wie du deine Bilder bekommst

Danach wird selten gefragt, und das ist schade, denn beim Boudoir-Shooting ist die Art der Übergabe genauso wichtig wie das Shooting selbst. Das Minimum, das du bei jeder Fotografin vor der Zahlung klären solltest:

  • Wie die Dateien übergeben werden. Ein Download-Link mit begrenzter Gültigkeit ist ruhiger als ein öffentliches Album ohne Ablaufdatum.
  • Wie viele Bilder die Fotografin behält und wie lange. Die Antwort „für immer, für alle Fälle“ ist ein Grund, die nächste Frage zu stellen.
  • Wer die Bilder für die Retusche auswählt. In diesem Genre ist es sinnvoller, wenn du auswählst: wenn jemand anderes die „gelungenen“ Bilder auswählt, funktioniert das hier schlecht.
  • Was mit den Aufnahmen passiert, die du nicht ausgewählt hast.

Bei mir kommt das erste Bild innerhalb von 24 Stunden, der Rest nach der Bearbeitung. Die Zustimmung für jede Veröffentlichung hole ich separat ein, und standardmäßig gibt es sie nicht.

häufige Fragen

Häufige Fragen

Brauche ich eine Visagistin für ein Boudoir-Shooting?

Nicht unbedingt. Viele lassen sich mit ihrem eigenen Make-up fotografieren, und das wirkt natürlicher. Eine Visagistin lohnt sich, wenn du einen deutlich anderen Look willst und nicht deine Alltagsversion.

Wie viele Outfits schaffen wir realistisch?

In 1-1,5 Stunden (Paket Silber) schaffen wir meist 1-2 Outfits, in 2-2,5 Stunden (Gold) 2-3. Ein Wechsel kostet Zeit, und die solltest du vorher einplanen.

Was mache ich mit den Nägeln?

In Ordnung bringen, denn die Hände sind in diesem Genre ständig im Bild: am Gesicht, auf dem Stoff, auf dem Körper. Ruhige Farbe, greller Lack zieht die Aufmerksamkeit auf sich.

Darf ich eine Freundin zur Unterstützung mitbringen?

Ja, sag es mir vorher. Für manche ist es so entspannter, besonders beim ersten Shooting.

Wie früh sollte ich buchen?

Sobald du ein Datum gefunden hast, das dir passt. Die Vorbereitung dauert etwa eine Woche, also sind 7-10 Tage vor dem Shooting ein sinnvolles Minimum.

Boudoir-Shooting in Berlin: Pakete ab 150 €, Vorbereitung und Outfits besprechen wir im Videocall vor dem Shooting.

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Anastasia · ANPH

Fotografin in Berlin, Autorin des Posing-Kurses „6 Facetten von dir“. Ich helfe Frauen, sich vor der Kamera lebendig und echt zu sehen. Mehr über mich